Auswahlkriterien für die Berufsunfähigkeitsabsicherung

Bedarf genau analysieren

Überdenken Sie in aller Ruhe, wovon Sie Ihren Lebensunterhalt (und gegebenenfalls Ihre Altersvorsorge) bestreiten würden, wenn Sie kein Arbeitseinkommen mehr erzielen könnten. Einer Berufsunfähigkeit geht meistens eine längere Krankheit voraus. Oft ist damit auch der Verlust des Arbeitsplatzes verbunden. Die Zahlung von Krankentagegeld Ihrer Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) endet in der Regel, wenn die Berufsunfähigkeit eingetreten ist.

Spätestens nachdem der Anspruch auf Arbeitslosengeld endet (bei Angestellten), beginnt der soziale Abstieg. Die Zahlungen aus der gesetzlichen Erwerbsminderungs-Rente erreichen oft nicht einmal die Höhe des gesetzlichen Existenzminimums. Außerdem: Wer nach 1960 geboren ist, kann auf jede neue Tätigkeit „verwiesen“ werden und erhält dadurch vielleicht nicht einmal diese geringe Leistung.

Die richtige Berufsunfähigkeits-Versicherung finden Sie nicht mit einem Preisvergleich

„If you pay peanuts you get monkeys!“

Die Unterschiede zwischen den Produkten und den angebotenen Tarifen sind zum Teil erheblich. Die Qualität eines BU-Schutzes zeigt sich im Leistungsfall. Der Versicherer sollte sich im Ernstfall nicht auf Klausel XY berufen können und Ihnen die Leistung (auch noch zu Recht!) verweigern.

Einige wichtige Unterschiede und Auswahlkriterien finden Sie in unserem Leitfaden für Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Vertragsinhalte genau hinterfragen

Einige Beispiele:

  • Wie ist das „Ereignis“ definiert, das die Berufsunfähigkeit auslöst? Leistet der Versicherer auch bei „altersgemäßem Kräfteverfall“?
  • Wie ist der Begriff „Beruf“ definiert? Ist eine Verweisung innerhalb des Berufbildes möglich?
  • Verzichtet der Versicherer wirklich eindeutig auf die „abstrakte Verweisung“? Wird dieser Verzicht gegebenenfalls in der „Nachprüfung“ wieder aufgehoben?
  • Leistet der Versicherer auch bei Berufsunfähigkeit durch „vorsätzliche Verkehrsdelikte“?

Gesundheitsfragen mit äußerster Sorgfalt beantworten

„Dieses Weh-Wehchen ist nicht wichtig und braucht im Antrag nicht angegeben zu werden - das hat doch jeder mal." ODER "...das ist doch ausgeheilt!"

Wenn Sie diese Empfehlung eines Vermittlers hören, können Sie sicher sein, dass Sie nicht gut beraten werden. Späterer Ärger mit dem Versicherer ist vorprogrammiert. Der Versicherer kann bei fehlenden Angaben vom Vertrag zurücktreten. Sie hätten dann Beiträge gezahlt - aber keinen Anspruch auf Leistung.

Angaben, nach denen der Versicherer „in Textform fragt", müssen Sie machen. Auch Untersuchungen, Erkrankungen, Beschwerden und Ähnliches, die Sie für unbedeutend halten oder die gegebenenfalls nicht von einem Arzt behandelt wurden, müssen angegeben werden, wenn der Versicherer danach fragt.

Die Untersuchungen und behandelten Erkrankungen können Sie gegebenenfalls anhand der Arztrechnungen der Vergangenheit selbst ermitteln oder aber bei Ihrem Vorversicherer in Form einer Schadenauskunft anfragen.

Falls Sie sich unsicher über Ihre Diagnosen, Untersuchungen und Behandlungen sind, empfehlen wir, bei Ihren Heilbehandlern die vom Versicherer geforderten Informationen einzuholen (Kopie der Arztakten). Ihr Arzt ist dazu verpflichtet, Ihnen diese zur Verfügung zu stellen.

(siehe § 630g (1) BGB: „Dem Patienten ist auf Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige, ihn betreffende Patientenakte zu gewähren [...]."

Bedenken Sie, dass Ärzte Diagnosen speichern, um Untersuchungen / Behandlungen gegenüber einer gesetzlichen Krankenkasse oder Privaten Krankenversicherung abrechnen zu können. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie nicht wissen, was der Arzt abgerechnet und / oder in Ihrer Akte dokumentieret hat.

Wenn Sie ein Vergleich verschiedener Berufsunfähigkeits-Versicherungen interessiert, kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Vorgespräch.