Riester-Rente – lohnt sich das?

Beliebteste Form der privaten Vorsorge

Bei der „Riester-Rente“ sind sich Verbraucherschützer und Anbieter (ausnahmsweise) einig:
Es gibt eine Zusatzvorsorge, die für jeden passt, der sie bekommt: den Riester-Vertrag. Gesetzlich Rentenversicherte und Beamte sollten ihn abschließen, egal wie alt sie sind.“ (Zitat „Finanztest“)

Im Gesamtkonzept der Vorsorgeplanung ist die „Riester-Rente“ nur ein kleiner Baustein. Sie ist keine „Zusatzversorgung“ sondern gleicht lediglich die Kürzungen der Renten-reform 2002 aus. Trotzdem ist sie häufig das Modul mit der höchsten Rendite. Deshalb sollte man die Riester-Rente bei der Planung auch vor allen anderen Möglichkeiten berücksichtigen (siehe Schichtenvergleich).

Die Riester-Förderung erhält jeder gesetzlich Rentenversicherte und jeder Beamte (außerdem deren Ehepartner, auch wenn diese nicht unmittelbar förderberechtigt sind). Sie besteht aus drei Teilen: Grundzulage, Kinderzulage und Sonderausgabenabzug.

Steuervorteile durch Riester-Rente

Kinderreiche mit niedrigem Einkommen erhalten zwar relativ zum Eigenbeitrag eine hohe Förderung. Jedoch gerade steuerlich hoch belastete Arbeitnehmer und Beamte profitieren in absoluten Zahlen mehr, weil der volle Riester-Beitrag als zusätzliche Sonderausgabe steuerlich absetzbar ist.

Pro Jahr dürfen maximal 2.100.- € steuerlich wirksam eingezahlt werden – übrigens auch, wenn bereits zum Beispiel betriebliche Altersvorsorge genutzt wird. Die staatliche Förderung durch Steuer-Ersparnis beträgt bei entsprechendem Einkommen bis zu ca. 45% (siehe Riester-Beispielrechnung).

Weitere Vorteile der Riester-Rente

Wer als Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, zahlt auf die Riester-Rente keine Krankenversicherungsbeiträge. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber einer Betriebsrente. Die Riester-Rente ist Hartz-IV-sicher.
Vererbung ist unter Eheleuten problemlos möglich. Der überlebende Ehepartner erhält das gesamte Guthaben in seinen eigenen Riester-Vertrag. Dieser kann auch erst bei Tod des Ehepartners abgeschlossen werden.

Und die Nachteile?

Wenn der Staat in solchem Ausmaß fördert, ist dies an Bedingungen geknüpft. Die Auszahlung kann „förderunschädlich“ frühestens mit dem 60. Lebensjahr beginnen. Es dürfen maximal 30% als Kapital ausgezahlt werden, der Rest fließt als lebenslange Rente. Alle Auszahlungen sind steuerpflichtig.

Ein Wort noch zu einem (bisher bestehenden) angeblichen Nachteil: Wenn man vorhat, als Rentner im Ausland zu leben, musste die Förderung bisher zurückbezahlt werden. Das wird sich zukünftig auf Grund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ändern. Lesen Sie HIER wie.

Formen der Riester-Rente

Die Förderung erhält man für „zertifizierte Verträge“.
Diese werden angeboten als: Banksparplan, Rentenversicherung, „Wohn-Riester“ oder Investment-Sparplan.

Übrigens: Bei allen Formen – auch Investment-Sparplänen – ist mindestens der Kapitalerhalt gesichert.

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